Erste Ranglisten Regatta der 2.4mR Bootsklasse auf dem Aasee war ein voller Erfolg!

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Am vergangenen „Traum“ Samstag fand in der Segelarena an den Aasee Terrassen die erste Ranglistenregatta der paraolympischen Einmann Bootsklasse 2.4mR statt. Sechzehn Boote und internationale Beteiligung konnte der Segelclub Münster (SCM) bei dieser, in Münster neuen, Bootsklasse vermelden.


Ein amerikanisches Boot und zwei Czechen hatten gemeldet. Die von Wettfahrtleiter Matthias Unger auf vier Wettfahrten geplante Regatta starte erstmals am Samstag ab 13.oo Uhr bei wirklich optimalen äußeren Bedingungen. Im Laufe des Nachmittags nahm der Wind immer weiter zu und es gab so drei optimale Läufe. Leider konnte am Sonntag wegen Windmangels nicht gestartet werden und die Segler fuhren am späten Mittag, nach der Siegerehrung und dem Auskranen heim. Überlegener Sieger wurde der, mit dem amerikanischen Boot fahrende, Stefan Giesen aus Essen vor Detlef Müller Böling vom Ruhrsee und Jörg Feder vom Edersee. Bester Münsteraner wurde Dr. Jürgen Schwittai auf Platz 4.


Für den Einen sehen die 2.4mR aus wie große Modellboote (Ihr Vorbild waren auch die 18 Meter langen sog. Americas Cupper) und für die Anderen sind es vollwertige Sportboote mit hohem seglerischen Anspruch. Die 2.4mR ermöglicht es durch Ihr Konzept, das Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung vergütungslos gegeneinander Segeln können. Deshalb wurde diese Klasse das paraolympischen Einmannboot. Es handelt sich hierbei um ein Boot, das von einer Person gesegelt wird, wobei es relativ unwichtig ist, ob man eine Behinderung hat oder nicht. So finden sich unter den ersten vier Platzierten sowohl Segler mit erheblichen als auch solche ohne körperliche Behinderungen.


Während die erste Wettfahrt noch relativ schwachwindig war, belebte der zunehmende Wind die Aktivitäten auf dem Wasser im Laufe des Nachmittags so weit, das es spannenden Läufe mit zahlreichen Positionswechseln direkt vor dem Ufer gab. Der dritten Lauf wurde den zahlreichen Zuschauern am Ufer nahe des Startplatzes vom erfahrenen Regattasegler und SCM Clubchef, Klaus Grahl, per Mikrophon sachkundig erläutert. So konnten die Zuschauer das Geschehen optimal verfolgen und die komplizierten Regattaregeln gut nachvollziehen. Die Gäste aus der 2.4mR Klasse waren vom (Aa)See, dem gastgebenden SCM und der Regattaleitung so beeindruckt, das sie ausnahmslos versprachen 2012 wieder nach Münster zu kommen.


Die 2.4 Meter R ist ein schnittiges, unkenterbares und unsinkbares Boot, das die Blicke der Passanten am Aasee sofort auf sich zieht, weil es eigentlich wie eine große Yacht „en miniature“ aussieht und weil die Segler nicht auf, sondern in ihm sitzen. Das bedeutet aber auch. Das das körperliches Ausreiten, wie es sonst üblich ist, nicht möglich ist. Dabei enthalten die kleinen Boote alle technischen Tricks, die zu einem vollwertigen Regattaboot gehören und beherrscht werden wollen.


Schon 2010 wurde ein solches Boot für den SCM erworben. Ein weiteres wurde jetzt privat angeschafft. Der Verein hofft, bald noch weiteren Zuwachs in dieser Bootsklasse präsentieren zu können. Am Aasee bildet sich somit ein neuer Schwerpunkt dieser für Segler wie Zuschauer attraktiven Bootsklasse.


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