Herzschmerzfinale in Hamburg


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Herzschmerzfinale in Hamburg


An diesem Wochenende segelten Matthias Unger, Titus Molkenbur, Claudia Richard, Frank Lohmann und Annika Werner auf der Elbe das Deutschland-Finale des BMW Sailing Cup. Am Freitagmorgen ging es für alle Teilnehmer mit einem Auto von Münster nach Hamburg. Eingecheckt wurde in einem sehr schönen Hotel direkt an der Außenalster. Herzlich Willkommen von jeder Menge schöner Hostessen ging es mittags zum Cruise Center im Hamburger Hafen. Das Cruise Center ist ein Veranstaltungsgebäude gebaut aus alten 40` Containern die schon mehrmals um die Welt gereist waren. Direkt neben dem Gelände des Cruise Centers ist die Hamburger Elb-Philharmonie.


Am Freitagabend trafen sich alle Segler im Cruise Center zum gemütlichen Kennenlernen und zum Get-Together mit Häppchen. Nach dem Get-Together ging es dann noch mal in die Altstadt von Hamburg, genauer gesagt auf die Schanze. Dort wurde der Teamgeist beschworen und die Taktik für den nächsten morgen zurechtgelegt. Das mit dem Teamgeist und „Fünf Menschen – EIN Team“ hat auch funktioniert, aber die Taktik auf den Bierdeckeln für den ersten Lauf war irgendwie vollkommener murcks. Das erste Rennen am Samstag ging furios los. Strom auf der Elbe mit 2,5 Knoten von vorne, eine Kurslänge die kleiner ist als die auf dem Aasee und 17 Teams von denen alle Gewinner der jeweiligen Standorte waren.

Team Münster mit Boot 5 ganz vorne
Team Münster mit Boot 5 ganz vorne

„Am Start haben wir versucht oben in die Lücke rein zu fahren. Dass der unter uns so viel Höhe ziehen konnte und das er uns voll am Start vorbeischickt, damit habe ich nicht gerechnet“, kommentierte Matthias Unger, Steuermann vom Team Münster.

„Wir mussten umdrehen und noch einmal durch die Startlinie. Nachdem wir uns dann ordentlich auf den dritten Platz herangekämpft hatten ging auf dem letzten Gennakergang dann auch noch die Eieruhr nicht raus. So was hatten wir noch nie, so viele Knoten, so viel Chaos. In dem ersten Lauf wurden wir dann auch leider nur fünfter.“

Egal, es war ja noch alles drin, aber trotzdem saßen uns der fünfte und das letzte Bier noch ganz schön in den Knochen. Weiter ging es dann mit Lauf zwei und drei. Der Gewinner aus diesen beiden Läufen qualifizierte sich direkt für das Halbfinale am Sonntag. Wer das denn wohl war, fragte man sich? Na klar das Team aus…. Dem zweiten Lauf ging ein guter Start voraus, die Manöver klappten, der Wind war unser bester Freund. Bis zur letzten Luvtonne waren wir erster. Wir hatten einen knappen Vorsprung vor den anderen und begannen mit dem letzen Manöver. Annika riss an dem Gennakerfall, die Fock ging weg, der Genakerbaum flutschte raus und dann dass!!!

Der Karabiner vom Gennakerfall öffnete sich. NEEEIIIN. So ein Mist, das Fall schoss oben zum Mast und weg war es. Geistesgegenwärtig ging sofort wieder die Fock raus und der Kurs vom Halbwindkurs zum direkten weg ins Ziel. Das wars wieder, dachte die Crew aus Münster, aber es sollte alles ganz anders kommen. Probleme auf den anderen Schiffen, Wind und eine Portion Glück verhalfen uns zu einem Siegreichen ersten Platz in der zweiten Wettfahrt. Das Feld ohne den wichtigen Genaker im Schach gehalten, das gab eine Menge Szenenapplaus. Sowieso hatten wir eine Anhängerschaft die sich von Lauf zu Lauf stark vergrößerte. Die spektakulären Manöver, das Durchschnittsalter von 25 und die technisch einwandfreien Läufe (außer der erste Lauf) kamen bei den Besuchern sehr gut an. Nach dem zweiten Lauf ging es direkt zum dritten Lauf. Auch in diesem Lauf starteten wir gut und hatten uns relativ zügig an die Spitze gesetzt. So konnten wir das Feld von vorne an gut dominieren und im Schach halten. Der zweite Sieg am Tagesende ließ uns das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, denn wir hatten uns neben fünf weiteren Teams direkt für das Halbfinale qualifiziert.


Am Samstagabend lud die BMW AG, allen voran Marketingchef und Verkaufsleiter für Deutschland, zum Captainsdinner im Hamburger Cruise Center ein. Neben der Weltpremiere des neuen X3 und des ersten 3D Werbespots gab es ein köstliches 3 Gänge Menü.

Team Münster rundet als erster die Tonne
Team Münster rundet als erster die Tonne

Weiter für uns ging es am Sonntagmorgen mit dem Halbfinale. Gestartet wurde bei etwas weniger Wind und wieder Strom gegen an. Taktisch fehlerfrei konnten wir uns auch so nach einer Runde an die Spitze segeln. Den Platz haben wir bis ins Ziel nicht mehr hergeben. Somit qualifizierten wir uns direkt für das große Finale des Deutschlandfinales.


Als Favoriten wurden wir ins Rennen geschickt und dann passierte es!!! Der erste von zwei Finalläufen wurde um 15:00 gestartet. Der Strom hatte komplett gedreht, er schob von hinten, der Wind war gleichmäßig und wehte von vorne. Drei Minuten noch bis zum Start, die Fock wurde ausgerollt. Zwei Minuten, die Anspannung steigt und die Lücke wurde gesucht. Eine Minute, es wird fahrt ins Schiff gebracht und an der Linie positioniert. 15 Sekunden, alle Segel dicht und Gas geben, alles rausholen, alle Mann nach Luv, an der Linie entlang und LOS. Schallsignal und noch ein Schallsignal, Frühstart. Wer hatte den Frühstart? Drei von sechs Schiffen segelten zurück. Wir setzten alles auf eine Karte und rasten weiter. Wir taktierten so sauber, dass wir am ende einen guten Vorsprung hatten. Die Crew rockte die Manöver in einer Perfektion, es lief, es lief richtig gut. Dann der Schock. Nach dem rennen kam ein Juryboot zu den ersten drei Booten und rief: OCS – OCS – OCS. Drei Frühstarter die sich nicht bereinigt hatten, drei die zurückgefahren sind. Das heißt von den sechs Schiffen hatten ALLE einen Frühstart. Alle Schiffe einen Frühstart und dann Einzelrückruf? Was soll das denn? Wir waren sprachlos. Wir hatten alles in der Hand, hatten seglerisch das ganze Wochenende überzeugt und dominiert und dann das! Das reißt einem echt den Boden unter den Füßen weg.


Klarer Sieger auf dem Kurs und trotzdem einer der traurigen Verlierer!


Der letzte Finallauf war dann natürlich trotzdem noch Ehrensache und ein Kampf bis zum letzten. Bis zur letzten Luvtonne waren wir auf der dritten Position. Durch einen genialen Gennakerschlag kämpften wir uns vor auf den zweiten Platz und klauten dem Team aus Essen den Gesamtsieg. Durch uns wurde das Team aus Berlin Gesamtsieger beim BMW Sailing Cup obwohl die Berliner zweimal in Folge einen „vierten Platz“ gemacht hatten. Dafür schuldet Berlin den Münsteranern mindestens einen neuen Bahnhof! So viel Schützenhilfe von allen anderen Teams hatte Berlin eigentlich gar nicht verdient.


Matthias Unger kurz nach dem Finallauf: „Wir sind schon traurig, denn wir haben das ganze Wochenende wirklich überzeugt. Wir sind als junges dynamisches Team ins Rennen gegangen. Wir haben alles gerockt und hätten ohne den Frühstart gewonnen. Ich möchte echt kein schlechter Verlierer sein, aber bei sechs von sechs Booten die einen Frühstart hatten, bin ich der Meinung, dass es einen Gesamtrückruf geben sollte. Auch wenn es rechtlich möglich ist alle einzeln zurück zu holen, halte ich es für nicht angebracht. Und das tragische an der ganzen Sache ist einfach, dass das Finale nicht auf der Bahn und durch Manöver und Taktik entschieden wurde, sondern durch die Startphase. Das Siegerteam hatte in beiden Läufen jeweils ca. 3-4 Minuten Rückstand bei einer Wettfahrtzeit von insg. 20 min. Das sind richtig viele Meter die wir den immer abgenommen haben, aber es reichte leider nicht! Ob wir wirklich drüber waren oder nicht lässt sich jetzt nicht mehr feststellen. Es ist auch OK dass wir vierter sind. Wir gehören zu den Top 20 von knapp 2.000 Seglern in ganz Deutschland.

Wir waren ein super Team, wir waren die Favoriten, wir galten als das Team welches wirklich durch Taktik siegen konnte. Wir hatten alles in der Hand und haben es doch nicht bis zum Sieg geschafft. Schade, dass das Finale nicht durch wirkliches „segeln“ entschieden wurde! Aber auch das gehört dazu. Siegen und verlieren sind manchmal nur ein Unterschied von 20cm. Und dieses Wochenende waren es dann doch entscheidende Zenitmeter die wir vielleicht über der Linie waren.“


Wir danken aber trotzdem von ganzem Herzen allen die uns unterstützt haben, alle die die Daumen gedrückt haben und ganz besonders Georg Hakvoort ohne den das alles gar nicht möglich gewesen wäre. Es war ein wahnsinniges Wochenende, geprägt von unfassbaren Höhen und Herz zerreizenden Tiefen. Alles in allem ein Segelsportevent welches allen alles abverlangt.


Vielen Dank

Matthias Unger

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