Wilko und Titus - eine Segelsaison im Piraten


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2009 war ein bewegtes Jahr, in dem wir viel erlebt, durchgemacht, erfahren und gelernt haben und neben vielen, vielen Erfahrungen, die wir gesammelt haben, auch viele Freundschaften knüpfen konnten - nebenher waren wir auch noch Segeln.

Am Anfang des Jahres haben wir uns zusammen geschlossen, weil wir es im letzten Jahr als Jugendliche noch einmal so richtig krachen lassen wollten. Die Saison fing für uns bereits Anfang März an, als wir mit Basti Imach und der „Deutschlandauswahl“ vom Hansa trainierten und das erste Mal zusammen auf dem Boot saßen. Ich hatte zwei ruhige Jahre hinter mir, Titus kam aus dem 420er und suchte nun eine lockere Zeit im Piraten. Die konnte ich ihm leider nicht bieten.

Basti war begeistert von unseren ersten Gehversuchen und die Hansa-Crews begannen sich Sorgen zu machen, dass diese Saison vielleicht nicht mehr ganz so ein Selbstläufer wurde, wie noch 2008. Weiter ging es mit einem einwöchigen Trainingslager am Dümmer Anfang April und dem daran anschließenden Osterhasen-Cup. Erste Regatta, gleich erstes Drittel als 5.. Die Saison versprach spaßig zu werden. Leider begann am Dümmer auch eine Serie, die uns die ganze Saison über begleitete: Ein kurioser Windschwund am Sonntag! Gleich Fünf Mal (In Worten FÜNF) traf uns der Wettergott mit seiner Ignoranz und ließ uns Sonntagvormittage unbesegelt um die Ohren schlagen.

Eine Woche später ging es nach Haltern, wo wir ebenfalls gut abschnitten. Die drauf folgende Woche bestritt nur ich, wieder am Dümmer, aber dieses mal bei viel Wind - und ich merkte, dass ich Titus zurück haben wollte - die Kommunikation stimmte, der Spaß kam nicht zu kurz und wir segelten entspannt nach vorne. Wie Basti uns beigebracht hatte: „Einfach mal ein Rennen von vorne raus fahren. Wir seien die „Underdogs“ - uns hätte keiner auf der Rechnung.“ Wie sich das noch bewahrheiten sollte!

An der Möhne war wieder „Leichtwindrumgeschwuchtel“ angesagt und wir segelten uns nach guten Starts dezent ins Mittelfeld. Zu viele Muskeln sind nun manchmal hinderlich ;). Ohne Pause ging es am folgenden Wochenende an den Biggesee - die Landesjüngstenmeisterschaft. Münster dominierte und kam mit vier Booten unter die ersten fünf. Ein weiterer 5. Platz auf unserer Liste und trotz eines Frühstarts und einer sehr aggressiven Aufholjagd vom letzten Platz. Hiernach kam eine zweiwöchige Pause, die uns beide unter Entzugserscheinungen leiden ließ - der BMW Sailing Cup kam uns da als Ablenkung sehr gelegen.

Anfang Juni glänzte dann die Hackebeilregatta mit totalem Sauwetter. Carsten kam als 3. super damit zurecht, genau sein Element; wir nahmen es Sportlich und deklarierten die Regatta als Generalprobe für die Rurseetage am darauf folgenden Wochenende. Umso schlechter die Probe, um so geiler der Auftritt. Genau das war unsere Devise als wir uns am nächsten Wochenende - dieses mal bei strahlendem Sonnenschein (ein Zeichen? Sind wir wohl doch nur Schönwettersegler) - wieder am Rursee zusammen fanden: Regattasieg!! Bei wenig Wind konnten wir, obwohl wir die geheimen Winddreher des Sees nicht kannten (einmal sind uns mit Spi andere Boote entgegen gekommen - auch wir unter Spi) und auch mit den Tonnen so einige Probleme hatten (wer lässt denn bitte schön die Tonnen Steuerbord liegen? Drehten wir halt noch ein paar Runden um die Bojen!), die Konkurrenz hinter uns lassen und den wohl „schönsten“ aller Wanderpokale mit nach Hause nehmen (wir mussten einen Vorgang drüber hängen...).

Nebenher segelten wir dann noch die Kieler Woche in einer J-24, da der Pirat aus dem Programm genommen wurde - eine Alkohltechnische Einstimmung auf die Folgezeit: Dermaßen gestärkt (durchs Segeln natürlich) fuhren wir dann zur Travermünder Woche und der im Anschluss stattfindenden Deutschen Jüngsten Meisterschaft. Dieses Jahr wurden alle Jugend Meisterschaften in Travermünde abgehalten, so dass mehr als 1000 Jugendliche aus allen Klassen zusammen kamen, um zu segeln, und zu feiern. Die erste Woche war geprägt von jedermanns Drang den „Goldenen Bagger“ zu gewinnen. Ein unter Piratenseglern vergebener Preis für das...erfolgreichste neue Pärchen während der Meisterschaften. So sehr sich das ganze Team Münster auch anstrengte, den Norden konnten wir einfach nicht ausstechen. Wir feierten ausgiebig, bis spät früh in den Morgen hinein, fuhren auf Partyschiffen nach Lübeck, dekorierten nach und nach den Piratencampingplatz mit der ein oder anderen Bierflagge, die an ihrem alten Platz einsam herum hing und fuhren Wasserski. Seglerisch wollten wir noch nicht zeigen, was in uns steckt und schauten uns die ganze Angelegenheit eher von der Mitte aus an. Fuhren hier mal einen Extremschlag, machten dort mal einen Luvbogen und gewannen dementsprechend mal 15 Plätze oder kamen in das Vergnügen auch mal alle gleich wieder zu verlieren. Erfahrungen sammeln, Gegner abschätzen, Winddreher ausmachen, Strömungen berechnen und Wolkenbildungen analysieren war die Devise.


Dann kam die Meisterschaft. Und die hatte es echt in sich. Abwechslungsreich wie unsere Tütensuppen, wo wir alle Geschmacksrichtung durch hatten nach den zwei Wochen. Bei der Vermessung bemerkten wir, dass unser Baum unter der vergangen Woche ganz schön gelitten hatte und unser Achterliek herausgebrochen war. Glücklicherweise wurde uns schnell geholfen - Piratensegler halten halt zusammen! Am ersten Tag war wenig Wind, wir hatten die neuen Segel drauf, und das Boot lief. Es lief sogar richtig gut. Erst wurden wir 8. und duellierten uns dann in der Spitzengruppe im 2. Lauf - und wurden 4.. Fast wäre noch mehr drin gewesen, dann fuhr uns Arne leider ins Schiff, wodurch wir zwei Plätze verloren. Mehr als die Scheuerleiste wurde aber nicht beschädigt. Im letzten Lauf des Tages wurden wir 6. und strahlten erst Recht bis über alle Ohren, als wir Abends die Liste sahen: Die anderen waren nicht so konstant gesegelt wie wir, deswegen schlossen wir den ersten Tag als 3. ab!

Der nächste Tag wurde gestaltet von einer Nichtigkeit an Wind. Wir dümpelten nur so daher und kamen auf einen 14. Platz. Im folgenden Lauf starteten wir nicht ganz so gut, segelten uns aber bis zur letzten Tonne (wir mussten immer Halbwind ins Ziel) wieder bis auf Platz 7. Dann schlief der Wind ein. Wir waren genau unter einer großen Wolke und standen nur noch herum. Vorne stauten sich die über 100 420er, hinten trieben die Piraten heran. Das Geschrei war riesig, alle Boote rempelten aneinander und wir wurden immer mehr nach außen geschubst, und hatten keine Möglichkeit da noch raus zu kommen. Wir standen dermaßen in den Abwinden, dass uns beinahe alle Booten innen durch fuhren. Ein Horrormoment, bei dem ich am liebsten alle 420er Kinder und einige Piratensegler umgebracht hätte. Wir dümpelten dann als 25. ins Ziel, Michael rutschte sogar vom 4. auf den letzten Platz durch. Am Ende des Tages waren wir auf Platz 8. abgerutscht und hofften auf die nächsten Tage. Der Wind nahm im folgenden zu, und in der ganzen Hektik bei einigen Bootsreperaturen vergaßen wir uns auszutragen - drei Strafpunkte auf unser Konto. Den Lauf beendeten wir in den 10ern und erwischten dann einen Fehlstart - Platz 23. am Ende. Im letzten Lauf des Tages, nach einem komplett neuem Trimm fuhren wir dann wieder auf Platz 14. Aber das Glück war uns nicht mehr so hold wie noch am ersten Tag, wo wir zeitweilig fast zehn Plätze gewinnen konnten, dadurch dass wir uns für die richtige Seite entschieden hatten.

Am folgenden Tag war extrem viel Wind und die Wettfahrtleitung überlegte sich, ob wir überhaupt starten würden. Nachdem wir mit Halbwind rausgepetzt waren - die ganze Strecke, wofür wir sonst knapp eine Stunde gebraucht hatten in ca. 20 Minuten, nur auf einer Welle - umschipperten wir das Startboot und wurden wieder hinein geschickt; der Wind wurde zu stark. Bei der Heimfahrt sind Dinge passiert, die ich wohl lange nicht vergessen werde. Durch den Starken Wind, und die Enge im Fahrbecken (Schon mal zu 8. Nebeneinander auf der Trave gewesen? Zwei Piraten, DLRG, Polizeiboot, Touristenmotorboot, Fischerboot und eine Hochseefähre plus Passat...Platz nach links und rechts gut 30cm - bei über 6. Windstärken), kenterten viele Boote oder krachten auf die Mole. Zwei Piraten wurden komplett zerstört. Wir hatten nur ein paar Gebrauchsspuren im Segel. Ein Lasersegler zersplitterte sich den Unterkiefer - ein Anblick der einen bis in die Alpträume begleitete. Ein riesiges Chaos, bei dem zum Glück wenig Segler verletzt wurden, und auch die meisten Boote gerettet werden konnten (Fokko hält seinen Piraten, der gegen die Mole zu schlagen droht, mit einem Arm fest und wird an dem anderen Arm mit einem Motorboot weggezogen; Martin und ich springen vor einen Piraten, wie vor eine abgefeuerte Kugel, damit er nicht an der Mauer zerschellt; Michael springt 3m vom Steg um den Lasersegler zu retten). Ein herzliches Dank an alle, die den Überblick behalten haben, ihre Nerven im Zaum halten konnten, und dafür gesorgt haben, dass nicht noch mehr Schaden an Leib und Material entstanden ist. Die Piraten haben wirklich vorbildlich zusammen gearbeitet!

Am nächsten Tag ging es zurück ans Segeln und für uns war der Zug abgefahren. Wir waren auf den 14. Platz abgerutscht und hatten nur noch die Chance einen gut zu machen. Somit wurde das letzte Rennen zu einem Matchrace von uns gegen Martin. Wir legten uns beim Start knapp unter ihn und kontrollierten ihn dann das ganze Rennen über. So vergaben wir zwar die Chance den Lauf noch einmal unter den Top 5 abzuschließen (was möglich war), aber konnten ihn besiegen, weil wir ihn die ganze Zeit in Schach hielten - sehr zu seinem Missfallen und unserer Schadenfreude. Schließlich wurden wir somit 13. auf unserer ersten und letzten Jugend Deutschen. Auch Michael, Lisa und Franzi konnten sich unter die Top 10 segeln, also wieder ein voller Erfolg für das Team Münster.

Eine tolle Woche - und für uns auch schon eine tolle Saison. Für uns lief die Saison von März bis August und war dann verletzungsbedingt gelaufen. Diese halbe Saison war aber so ausgefüllt mit Erlebnissen aller Art, mit Erfahrungen und neuen Freundschaften, mit viel Spaß und sehr viel Segeln, dass sie eigentlich eine doppelte Saison war – Newcomer des Jahres werden wir bestimmt auch noch, und der seglerische Erfolg kam beileibe nicht zu kurz!

Abschließend bleibt von mir nur noch zusagen: Titus, warum haben wir das nicht schon eher gemacht?!?!

Wilko Beinlich

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